• Maxi✨Buchsinn

Bewertungen - Warum 3 Sterne nicht schlecht sind


Es geht, wie der Titel schon sagt, um die Sternebewertungen die wir als Buchblogger abgeben. Ich bin über dieses Thema schon ein paarmal gestolpert und mittlerweile solltet ihr mich so gut kennen, das ich gerne überall meinen Senf dazu gebe.


Auch wenn ich nicht so Wortgewandt bin wie andere, freue ich mich, diesen Beitrag zu verfassen. Ich hoffe, dass ich alle herumschwirrenden Gedanken auch zu "Papier" bringen kann. Da dieser Blog ja auch genau deswegen entstanden ist.

Aber genug über meine Unsicherheiten geschrieben, kommen wir zum eigentlichen Thema:


Sind 3 Sternebewertungen "gute" Bewertungen?

Gedanklich bin ich da auf folgenden Weg:

Vergeben wir als Buchblogger ungern 3 Sterne? Würden wir selbst von einem Buch abschrecken, welches überwiegend 3 Sterne erhält?

Wie genau sehen wir 3 Sterne? Sind sie gut oder doch eher schlecht?


Buchbewertungen sind nicht immer leicht. Wie oft habe ich nach dem lesen gedacht, ich hätte die Bewertung bereits im Kopf, nur um beim rezensieren zu merken, das sich diese doch noch ändert. Manchmal zum besseren, aber öfters auch zum schlechteren.

Aber dennoch fällt es mir immer wieder schwer, meine Gefühle und Gedanken zu einem Buch in einer einfachen Zahl auszudrücken.


Man darf auch nicht vergessen, dass so eine Bewertung immer subjektiv ist, also von der eigenen Meinung geprägt und unsachlich.

Und seien wir mal ehrlich, nicht jeder hat Zeit, alle Rezensionen zu einem Buch zu lesen und wirft mal lieber schnell einen Blick auf die Sterne.


Auch ich richte mich nach den Bewertungen anderer. Aber das allein bewegt mich nicht, ein Buch zu kaufen bzw. nicht zu kaufen. Ich bin ein totales Coveropfer. Spricht mich das Äußere an, greife ich zum Buch und lese den Klappentext. In einer Buchhandlung kleben eher selten Sterne an den Büchern. :D

Da muss ich mich ja auch auf mich selbst verlassen können.


Mittlerweile weiß ich ja auch, was mir an Büchern gefällt, sei es ein besonderer Schreibstil oder ein bestimmter Aspekt, der im Buch behandelt wird.

Das ist aber vielleicht nicht jedermanns Fall und kann somit für einen anderen Leser negativer ausfallen als für mich.


Von meinen liebsten und vertrauensvollsten Buchbloggern nehme ich Leseempfehlungen öfters an. Ebenso von Autoren, die ich liebe ♥

Oder von einem Verlag, der mir mittlerweile ans Herz gewachsen ist.



Ich nehme mal an das wir fast alle dasselbe Bewertungsschema haben. Aber zum Verständnis gebe ich meines gerne noch einmal an.


Ich vergebe von 1 bis 5 ganze Sterne für ein Buch. Anfangs habe ich auch halbe Sterne vergeben, davon halte ich aber mittlerweile nicht mehr allzu viel. Hier werden keine halben Sache mehr gemacht. :D


Bei einem Stern habe ich das Buch abgebrochen.

Im vergangenen Jahr habe ich abgebrochene Bücher nicht einmal erwähnt, fand aber das dadurch meine Authentizität ziemlich leidet, wenn man nie seine Nieten mitteilt. Dadurch hatte ich im vergangenen Jahr einen ziemlich guten Bewertungsschnitt.


Bei zwei Sternen ist das Buch kompletter Rotz.

Das Wort komplett ist hier besonders wichtig. :D

Die Personen sind nicht ausgereift, die Handlung nicht nachvollziehbar und ich habe mich für dich extra da durch gequält, damit du es nicht lesen musst. Es war einfach total enttäuschend.


Bei drei Sternen haben wir ein solides Mittelmaß.

Und das meine ich auch so. Es ist weder besonders gut noch besonders schlecht. Meistens vergebe ich bei Trilogien dem ersten Band 3 Sterne. Ein vernünftiger Start, der mehr verspricht.

Als Stichpunkte steht dann bei mir oft: mittelmäßige Handlung, fehlende Spannung. Logikfehler und offene Fragen.


Bei vier Sternen haben wir fast das perfekte Buch.

Wir haben eine großartige Handlung, tolle Figuren, mit denen man mit fiebert am liebsten würde man für immer in dieser Welt bleiben, wäre da nicht dieses kleine Manko.

So ein kleines Manko stört in einer guten Handlung natürlich wenig. Jeder nimmt einen kleinen Störfaktor anders war, vielleicht ist es ein weiterer Band einer Reihe, der sich auf einmal selbst widerspricht. Aber darüber hinwegzusehen fällt leicht.


Bei fünf Sternen haben wir den Jackpot.

Es gibt nichts, rein gar nichts, was beim Lesen negativ aufgefallen ist.


Das war jetzt mein Bewertungsschema, schreibe mir doch einen Kommentar, wie du bewertest.



Die einfachsten Bewertungen sind 1-2 Sterne bzw. 4-5 Sterne. Es fällt mir unglaublich leicht, ein Buch zu kritisieren. Negative Sachen bleiben mir länger im Kopf und fließen dementsprechend auch eher in eine Bewertung als die positiven Dinge.

Bei der höheren Bewertung gibt es ja fast nicht auszusetzen. Und genau bei diesen Bewertungen fehlen mir meistens die Worte. Oft würde ich nur schreiben: "Hatte alles, was ein gutes Buch haben sollte." Aber das ist nicht wirklich aussagekräftig.


Drei Sterne sind wie bereits oben geschrieben, ein solides Mittelmaß. Ein Buch, welches mich befriedigend zurückgelassen hat. Aber nichts Weltbewegendes. Es hat mich weder emotional nicht intellektuell berührt. Mir hat es gefallen, kein Thema, sonst wäre die Bewertung nicht zustande gekommen. Aber ein weiteres Mal lesen werde ich es sicherlich nicht. Wahrscheinlich ist nicht einmal das Buch bzw. der Autor an meiner Meinung schuld, vielleicht habe ich einfach einen schlechten Tag oder ich habe mich an ein Genre gewagt, welches ich normalerweise gar nicht lese. Einfach mal über den Tellerrand schauen.



Sind 3 Sterne nun eine schlechte Bewertung?

Definitiv nicht. Eine Drei in unserem Schulsystem ist eine befriedigende Note. Und genau so sehe ich auch 3 Sterne. Das Buch hat mir gefallen und ich würde es sicherlich auch weiterempfehlen, wenn ich weiß, das die Person diese Art von Büchern mag.

Wenn es nach mir ginge, würde ich alle Bücher lesen, die mein Interesse wecken, aber dafür reicht meine Zeit wohl leider nicht.

Die Bewertung eines Buches ist ungemein hilfreich, wenn es darum geht, Bücher zu differenzieren. Hierbei achte ich aber auch auf mein Genre.

Wir sehen uns zwischen den Zeilen

Maxi von Buchsinn 📚



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