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Autoreninterview mit Sarah Lemme


Fangen wir mit etwas Leichtem an, stell dich doch einfach mal in 5 Sätzen vor.


Moin! Ich bin Sarah Lemme, Autorin von „Cruise To You“ und 34 Jahre jung. Wenn ich gerade keine Bücher schreibe, verdiene ich meine Brötchen als Psychologin und Physiotherapeutin. Nebenbei lektoriere ich wissenschaftliche Haus- und Abschlussarbeiten. Meine restliche Freizeit verbringe ich gern mit Sport oder in der Natur, auch wenn mir dafür oft viel zu wenig Zeit bleibt. Funfact: Das Wort „Langeweile“ existiert in meinem Wortschatz nicht, denn ich habe immer neue Ideen im Kopf, die unbedingt aufs Papier wollen.


Wie kommst du auf die Ideen, die schlussendlich zu deinen Büchern führen?


Meist inspiriert mich das reale Leben. Dies kann eine Örtlichkeit sein, ein Name oder ein Erlebnis. Bei Cruise To You basiert die Grundidee auf einer früheren Arbeitsstelle von mir, bei der ich als Spa-Therapeutin auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik gearbeitet habe. Den eigentlichen Anstoß zum Schreiben gab es, als mir der Name des einen Protagonisten nicht mehr aus dem Kopf ging.


Und wie viele hast du bis zum eigentlichen Buch verworfen?


0, aber ich habe vorher bereits vier vollständige Skripte geschrieben, die aktuell noch unveröffentlicht sind. Ich bin mir sicher, dass deren Zeit irgendwann kommt.


Übst du hauptberuflich einen weiteren Job aus?


Ja genau. Mein Geld verdiene ich als Psychologin und Physiotherapeutin. Das Schreiben ist aktuell für mich ein Hobby, das ich möglichst professionell betreibe. Um irgendwann davon leben zu können, muss ich erst noch ganz viele Bücher verkaufen.


Was hat dich beim Release am meisten gestresst.


Eigentlich die Tatsache, dass viele tolle Menschen auf den letzten Drücker noch wirklich lieb gemeinte Ratschläge für mich hatten, die ich aber nicht mehr umsetzen konnte, selbst wenn ich es gewollt hätte. Normalerweise bin ich sehr dankbar für jeden Tipp, aber irgendwann musste ich mich auf das Wesentliche konzentrieren und auf mein Bauchgefühl hören. Diese Erkenntnis war gut und wichtig für mich. Gerade beim Debüt muss man erst seinen eigenen Weg finden.


Wie sieht dein Alltag aus? Du musst doch sicherlich einiges unter einen Hut bekommen?


In der Tat ist der Alltag oft nicht einfach. Vorgegeben sind die Zeiten, die ich in meinen beiden Brotjobs verbringe. Das Schreiben organisiere ich drum herum. Mein Patentrezept: Ich bin Frühaufsteher und schreibe bereits morgens vor der Arbeit. Ansonsten liebe ich ToDo-Listen und meinen Kalender. Damit kann ich alle Termine gut koordinieren und nichts kommt zu kurz.


Wie sieht deine Zukunftsplanung aus?


Nach dem Buch ist vor dem Buch. Ich werde im November mit dem nächsten Buch beginnen, das vermutlich im Sommer 2022 veröffentlicht wird. Ich kann schon so viel verraten, dass es ein Wiedersehen mit einigen Protagonisten aus Cruise To You geben wird. Außerdem schreibe ich an einer Kurzgeschichte für eine Anthologie und überarbeite ein paar ältere Skripte.


Wofür bist du dankbar?


Dafür, dass ich alle Optionen habe, um meine Träume zu verwirklichen.


Deine schönste Erinnerung aus 2021?


Ganz klar die Veröffentlichung meines Debütromans „Cruise To You“ am 18.10.2021. Es ist ein wahnsinnig tolles Gefühl, wenn man ein Taschenbuch in der Hand hält, auf dem der eigene Name steht.



Welchen deiner Charaktere würdest du gerne mal begegnen? Und was würdet ihr unternehmen?


O ich würde liebend gern mal eine der Spinningstunden von Deonte mitmachen. Er ist der Fitnesstrainer auf dem Schiff und in Sachen Sport und Charme wirklich einmalig. Außerdem schafft er es vielleicht mir ein paar Tanzschritte beizubringen.


Was ist das Verrückteste was du jemals getan hast?


Meine Koffer zu packen und auf einem Kreuzfahrtschiff in der Karibik anzuheuern?


Hast du ein literarisches Vorbild?


Eigentlich nicht. Aber ich liebe die Thriller von Andreas Gruber.


Wie würdest du deinen perfekten Tag beschreiben?


Für mich gibt es eigentlich nicht den einen perfekten Tag. Einerseits schreibe ich gerne den ganzen Tag, andererseits reise ich an neue Orte und entdecke diese. Manchmal bin ich gern den ganzen Tag unterwegs, an anderen Tagen mag ich einfach nur einen Serientag auf der Couch. Nahezu perfekt ist ein Tag immer dann, wenn ich vollkommen frei entscheiden kann, wie ich ihn verbringen möchte. Das ist dann an keine bestimmte Tätigkeit, Person oder Erlebnis gebunden.


Welches Buch würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?


Ein Notizbuch für alle meine Ideen. Denn meine Fantasie ist unendlich, wohingegen jedes andere Buch irgendwann dann doch zu Ende ist.


Schreibblockade. Wie gehst du damit um?


Dieses Wort gibt es für mich nicht. Ich habe es noch nicht erlebt, dass ich nicht mehr schreiben konnte. Falls gerade zu wenig Inspiration da ist, habe ich genug Skripte in der Schublade, die ich dann überarbeite. Das, was viele als Schreibblockade bezeichnen, nennt sich Leben. Denn im Leben gibt es immer mal Dinge, die eine höhere Priorität haben. Vom Brotjob bis zu einem mentalen Down. Von Zeitmangel bis zum kranken Kind. Für mich also alles eine Frage der Priorisierung. Und ja, dann kommt man auch mal nicht zum Schreiben.


Hand aufs Herz. Was hasst du am Autorenleben?


Hass ist ein Wort, das ich nicht gern in den Mund nehme. Aber wenn ich etwas benennen muss, was mir nicht so viel Freude bereitet, dann ist es der Punkt, wenn ich mein Skript das gefühlt hundertste Mal überarbeiten muss. Ich kreiere lieber neue Geschichten als mehrfach dasselbe zu lesen.


Für welches Genre würdest du nicht schreiben?


Sag niemals nie. Ich lese sehr vielfältig. Nur Horror, Sci-Fi und Dystopien sind nicht unbedingt mein Bereich. Daher werde ich wahrscheinlich auch eher nichts in diese Richtung schreiben. Aber ich glaube, dass man sich manchmal auch in unbekannte Gewässer wagen muss, um sich selbst weiterzuentwickeln.


Was möchtest du deinen Lesern mit auf dem Weg geben?


Ich freue mich von Herzen über jedes schöne Bild von meinem Buch, jede Rezension und jedes Feedback, das mich erreicht. Ihr seid der Grund, warum ich schreibe und mir jeden Tag neue Geschichten für euch ausdenke. Wenn du mich unterstützen magst, dann erzähl deinen Freunden von meinem Buch und folge meinem Instagramaccount, um keine neue Veröffentlichung zu verpassen. Vielen lieben Dank, dass du mein Buch-Baby liest.



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