• Maxi✨Buchsinn

Autoreninterview mit Anita Maria Noack

Aktualisiert: März 2


Da meine journalistischen Ausflüge zum einen sehr kurz waren und zum anderen echt lange her sind,

erwartet bitte nicht zu viel von mir. Ich habe mir meinen Kopf zerbrochen beim Fragenzusammenstellen. Ich wollte keine seriösen Fragen, ich wollte fragen, die man auch gerne offen und ehrlich beantwortet. Anscheinend ist es mir gelungen, denn nun kommt mein erstes Interview mir der lieben Anita. Bereits im vergangenen Jahr feierte sie mit DrachenEis ihr Debüt.


Fangen wir mit etwas Leichtem an, stell dich doch einfach mal in 5 Sätzen vor.

Hi, mein Name ist Anita und ich stamme aus dem schönen Mecklenburg – Vorpommern. Ich bin seit einem Jahr glücklich verheiratet und wohne in einem Haus auf dem Land mit meinen zwei Katzen. Neben dem Schreiben gehe ich meinem Brotjob als medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin in einer städtischen Klinik nach. Ich liebe das Schreiben und möchte es nicht mehr missen, aber um selbstständig zu werden oder darüber nachzudenken, fehlt mir der Anreiz, da mir mein Job wirklich sehr viel Spaß macht. Wie bist du auf die Idee gekommen, die schlussendlich zu *DrachenEis* führte? Es fing alles mit einem Zitat an. »Sterne fallen nicht vom Himmel, sie werden geboren.« Wobei ich schon vorher eine Drachengeschichte geplant hatte, nur anders vom Inhalt. Es sollte damals in Alaska spielen und der Drachen in einem Schloss dort wohnen. Was jetzt daraus geworden ist, entwickelte sich in eine komplett andere Richtung. High Fantasy lag mir schon immer, man ist freier, was Ort angeht und an nichts Reales gebunden. Ich wollte ein Mädchen, das sich über die Grenzen ihres Glaubens hinwegsetzt und zack war Tavia da. Bis sich alles wirklich in einander fügte, hat es, glaube ich, ein ganzes Jahr gedauert und das Schreiben selbst auch noch mal. Wann war für dich der Zeitpunkt gekommen, aus einem Hobby heraus professionell zu schreiben? Es gab eigentlich keinen richtigen Zeitpunkt. Ich wollte schon, seitdem ich geschrieben habe, eines Tages mein Buch in gedruckter Form in den Händen halten. Da hatte ich allerdings noch keine Ahnung, dass es SP gibt und dachte, man müsste sich einen Verlag suchen. Darum bin ich froh, die Möglichkeit zum SP zu haben, auch wenn man als Autor alle kosten selbst tragen muss. Da DrachenEis von den Verlagen abgelehnt wurde, dachte ich erst daran aufzugeben, dann kam aber eine Testleserin, die es so super fand und gab mir neuen Mut. Von da an ging es bergauf und ich fand richtig gefallen an meinen eigenen Texten. Was für mich das Zeichen ist, – jetzt kannst du es wagen zu veröffentlichen-.

Wie sehr hat sich dein Leben nach der Veröffentlichung deines ersten Buches geändert? Erst einmal hat sich nicht viel geändert. Es passierte nichts, was nicht schlimm war, denn es war mein erstes Werk und ich unbekannt. Es trudelten die ersten Rezensionen ein, vor allem die von Rebecca (@zeilen_zauber). Ich war sprachlos und gerührt. Solche Worte für mein Buch. Ich bin außerdem offener Social Media geworden. Vorher war ich eher weniger dort unterwegs, aber es gehört dazu, um neue Leser kennenzulernen oder mit Bloggern zusammen zu arbeiten. Wie sieht dein Alltag aus? Du musst doch sicherlich einiges unter einen Hut bekommen? Ich bekomme das sogar sehr gut unter einen Hut. Ich arbeite in drei Schichten und an Wochenende - und Feiertagen. Für mich muss es keine feste Tageszeit sein, ich kann zu jeder Uhrzeit schreiben, ob früh, morgens oder mitten in der Nacht. Es gehört für mich zum Leben, wie bei anderen Sport machen. Es geht immer und wenn man es mal nicht tut, geht es einem schlecht. Wie sieht deine Zukunftsplanung aus? Können wir uns auf Neuerscheinungen freuen? Eine Neuerscheinung wird Januar 2021 kommen. Es erscheint mein zweiter Band zu meinem Erstlingswerk DrachenEis. Und natürlich noch vieles mehr, aber da muss ich noch schauen, wo die Reise mich hinführen wird. Meine nächsten Projekte haben auch nichts mit Fantasy zu tun. Sie sind NA. Was hat dich 2020 gelehrt? Ich habe ganz viele liebe Menschen kennengelernt, ob es Blogger oder Autoren sind, und die möchte ich alle nicht mehr aus meinem Leben wegdenken. Also mein Fazit »Freundschaft ist wichtig im Leben und das man aufeinander zählen kann.« Deine schönste Erinnerung aus 2020? Das ist schwer. Ich glaube das erste Mal mein gedrucktes Buch in den Händen zu halten. Ich bin wie eine Irre an dem Tag auf die Postfrau zu gerannt und habe wie ein Honigkuchenpferd gegrinst. Und das ich Robyn kennengelernt und getroffen habe, da sie nur einen Katzensprung von mir entfernt wohnt. Welchen deiner Charaktere würdest du gerne mal begegnen? Nur einen? Mh, also ich kann mich schwer zwischen Lunar und Drakan entscheiden. Ich würde beide nehmen. Sie sind beide komplett verschieden, aber mir gefallen sie beide sehr. *hust* Habe sie ja auch erschaffen. Was ist das Verrückteste, was du jemals getan hast? Ein Buch zu Ende zu schreiben. Tja, was anderes kann ich nicht sagen, ich bin kein Mensch, der Aktion liebt, sondern eher Marke Angsthase. Von daher ist wohl das verrückteste, das ich es nach Jahren des Schreibens vollbracht habe, eine Geschichte zu beenden, weil früher war das nie möglich. Ich habe schnell die Lust an ihr verloren und nie weiter gemacht. Hast du ein literarisches Vorbild? Lucy Maud Montgomery und ihre Anne of Green Gables Reihe. Ich vergöttere ihren Schreibstil und die Geschichte um das keine Waisenmädchen Anne. Zu welcher Zeit schreibst du am liebsten? Das ist fast egal. Meistens nach dem Frühdienst oder nachts. Ich bin in dem Fall mehr eine Eule und keine Lerche. Welches Buch würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen? Wenn der Morgen die Dunkelheit vertreibt von Brittainy C. Cherry. Ihr Schreibstil und ihre Wendungen sind einfach nur bewegend. Welcher Jahreszeitentyp bist du? Ich kann an allen Jahreszeiten etwas abgewinnen und lege mich nicht fest. Obwohl ich keine große Hitze mag. Also der Hochsommer ist nichts für mich. Hand aufs Herz. Was hasst du am Autorenleben? Hassen würde ich es nicht nennen, aber Lektorate. Ich bin immer sehr nervös, wenn es um Meinung anderer geht. Auch bei Testlesern. Wie kommt meine Geschichte oder auch meine Figuren an. Mögen sie sie oder verstehen sie nicht, wieso ich diese so handeln ließ. Was möchtest du deinen Lesern mit auf dem Weg geben? Wenn ihr einen Traum habt. Wie lange auch immer. Dann macht ihn wahr, ihr habt nur dieses eine Leben, also nutzt es!

Ich möchte mich noch einmal bei Anita bedanken. Als ich die Idee bekam, kleine Autoreninterviews zu veröffentlichen, hatte ich mir gleich ein paar Namen aufgeschrieben. Völlig aufgeregt fragte ich noch am selben Abend die ersten 5 Autorinnen an. Innerhalb einer Stunde hatten alle zugesagt. Ich war völlig fix und fertig. Für mich ist diese Zusammenarbeit nicht selbstverständlich und somit freue ich mich umso mehr. Tausend Dank.♥


Gerne verlinke ich dir Anitas Bücher:

DrachenEis*

BlutDurst*

10 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen